Judo ist eine Kulturform des Kämpfens. Der von
Jigoro Kano formulierte Grundsatz vom gegenseitigen Helfen zum allgemeinen
Wohlergehen ist wichtigste pädagogische und soziale Leitlinie im Judo. Dieser Grundasatz verweist unmissverständlich auf das Ideal einer gewaltfreien
Gesellschaft und überträgt der Judobewegung die Aufgabe, ihren Teil zum
Erreichen eines toleranten und friedlichen Miteinanders beizutragen.
Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die
Ereignisse der letzten Zeit.
Wir die Judoka verstehen unter Gewalt einen ihrem
Wesen nach gestörte soziale Beziehung zwischen Täter und Opfer. Dabei spielt es
keine Rolle, ob die Wirkung, nämlich dem Opfer körperlichen, psychischen oder
sozialen Schaden zuzufügen, absichtlich oder unabsichtlich geschieht. Darüber
hinaus verstehen wir unter Gewalt die vorsätzliche Beschädigung oder Zerstörung
von Gegenständen aber auch Formen der verbalen und mimisch-gestischen
Gewaltausübung.
Besonders bei Wettkämpfen ist emotionale
Beteiligung von Betreuern und Eltern am Kampfgeschehen meistens sehr groß. Dabei
sind:
- Aufrufe
jeglicher Art zu unfairen Verhalten der Judoka,
- verbale Entgleisung gegenüber den
Kampfrichtern,
- gestenreiches und lautes Auftreten am
Mattenrand,
- Verächtlichmachungen eines Judoka oder
- Strafen von Verlierern in Form von
Nichtbeachtung
nicht akzeptabel und werden nach Ermahnung durch
Hallenverweis geahndet.
Zum Codex gehören:
1. die Freundschaft untereinander
2. das Respektieren der Ehre jedes Einzelnen
3. Bescheidenheit
4. Höflichkeit
5. Mut
6. Respekt und Wertschätzung
7. Selbsbeherschung
8. Ehrlichkeit
Wer ein Judoka
sein oder werden möchte,
sollte und muss
diese Punkte beherzigen und befolgen !!!